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Seit über zwei Jahren gilt das Internet als gigantische und fast grenzenlose Tauschbörse und als ein virtuelles Schlaraffenland für über 150 Millionen begeisterte Fans weltweit. Ausgelöst wurde dieser Boom durch die Musiktauschbörse Napster, die sich mit den Suchmöglichkeiten nach Milliarden MP3-Dateien an den Rand der Legalität und schließlich darüber hinaus bewegte. Die Musikindustrie leitete gerichtliche Schritte gegen den ungehemmten Austausch von Songs ein und man einigte sich mit den Betreibern von Napster.com auf den Einbau von Filtern, die das Auffinden von urheberrechtlich geschützten Musikstücken über den Napster-Server verhindern sollen.

Der Begeisterung online tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil, noch während der ersten Krise zwischen Napster und der Musikindustrie wechselten die eifrigen Musiksammler bereits vom kontrollierten Server der Tauschbörse auf freie Peer to Peer basierte Software. Ein schlauer Schachzug: Diese P2P Netze entstehen immer wieder neu aus allen Computern der aktuell "anwesenden" Teilnehmer und haben keinen zentralen Knotenpunkt. Ohne einen solchen Flaschenhals und durch die ständig wechselnden Server und Strukturen ist der Austausch von Dateien zwischen den Millionen von Usern nicht zu kontrollieren und das Tauschgeschäft boomt weiter.

Während Napster.com sich noch ausschließlich auf Musikdateien im MP3 Format beschränkte, wird in diesen neuen P2P Netzen alles getauscht, was gefällt. Meistens sind das weiterhin MP3-Dateien und neuerdings verstärkt auch bewegte Bilder, Filme und Trailer nämlich.

Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Video gleichbedeutend mit mehreren Gigabyte Speicherkapazität auf einer DVD war. Durch das MP3 Format wurde die Internet-Musikbranche revolutioniert, jetzt aber erobern Leinwandprodukte den heimischen Computerbildschirm mit dem Videoformat DivX. Ein Kinofilm von zwei Stunden passt mit DivX auf eine einzige CD-Rom - kleinere Videos lassen sich sogar bequem über das Internet herunterladen oder schnell mal eben per Mail verschicken. Das aktuelle Komprimierungsformat für Filme ermöglicht es, ein DVD-Video in einem Format abspeichern, das eine hochwertige Bildqualität bei extrem niedrigem Speicherbedarf und verbesserter Audioqualität liefert.

Was aber ist das Divx-Format? Es ist die inzwischen erwachsen gewordene und gesellschaftlich etablierte Hacker-Version einer Microsoft-Software. DivX basiert auf einem geknackten Codec für MPEG und ähnelt daher dem Videostandard MPEG-4, komprimiert aber wesentlich stärker.

MPEG-4 selbst ist seit Windows 98 auf jedem PC installiert. Durch die Abwandlung des Programmcodes hin zu DivX wurde die maximal zu übertragende Datenrate von 256 K auf bis zu 6.000 Kilobits pro Sekunde erhöht, was das Ruckeln in der Übertragung von Filmen verminderte. MPEG-4 Filme wirken oft sehr pixelig, da die zur Verfügung stehenden Übertragungsraten nicht ausreichen und Übergänge in den angezeigten Grafiken einen Rand aus lauter kleinen Kästchen haben. Mit DivX wird schon vor der Komprimierung eines Films ein leichter Weichzeichner über das Bild gelegt, die Konturen sind weniger scharf und das Video kann nun sehr viel stärker komprimiert werden, ohne unscharf "verpixelt" zu werden.

Weiterentwickelt wurde die erste DivX Rohfassung von dem französischen Hacker Jérome Rota, der sich im Internet "Gej" nennt. Er richtete Anfang 2001 die Open Source Projekte "Open DivX" und "Project Mayo" ein. Auf der Homepage (http://www.projectmayo.com) finden sich umfangreiche Angebote für Entwickler, Programmierer und Ideengeber.

An Nachfolgern wird bereits eifrig gearbeitet, die geplante DivX-Weiterentwicklung 3ivX soll bei bis zu 60% höherer Kompression eine noch bessere Bildqualität liefern können. Ein Fortschritt, der die Entscheidungsträger der Filmindustrie um den Schlaf bringt. Schon das aktuelle Format stellt die Verfechter der Urheberrechte vor ungelöste Probleme. Kostenlose Software und Tausende von internationalen Webseiten rund um das Thema DivX und vor allem die legalen und illegalen Tauschbörsen bringen jedem Nutzer die Möglichkeit nah, sich ebenfalls ein Heimkino einzurichten.

Die Komprimierung der DVD-Filme mit DivX bezieht sich übrigens nur auf den Video-Anteil, der Ton eines Movies wird für die Komprimierung in eine MP3-Datei ausgelagert. Dieses getrennte Ausziehen der Audiodateien nennt man Rippen. Um später wieder ein Gesamtkunstwerk zu erhalten, werden beide Teile wieder synchron zusammengefügt und so entsteht dann eine Datei mit der Endung .avi. Mit Hilfe von DivX-Suchmaschinen wie www.divxcrawler.com finden sich Trailer, Musikvideos und ganze Filme. Wenn Sie dann auf den Geschmack gekommen sind, empfehlen wir Ihnen www.neo-modus.com, ein P2P Network namens Direct Connect. Wer hier mitmischen will, muss eigene DivX-Dateien mitbringen. So werden Tauschmuffel ausgeschlossen und ein reges Angebot garantiert.

DivX ist aber nicht nur eine Möglichkeit, sich geliehene DVDs preisgünstig für den Eigenbedarf zu kopieren oder sich Filmtrailer und andere Videos aus dem Internet zu holen. Sie können das Format auch als platzsparendes Kompressionsverfahren für den Heimgebrauch anwenden, wenn Amateurfilme in DVD-Qualität auf CD gebrannt werden sollen. Und: DivX ist ein eigenständiges Format und benötigt nichts weiter als eine Encoder-Software, um abgespielt zu werden. Das macht es auch außerhalb des Internets zu einer praktischen Alternative für User, die kein DVD-Laufwerk besitzen und trotzdem in den Genuss von Filmen mit hoher Qualität kommen möchten.

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Diese Hardware sollten Sie haben: PC-Mindestanforderungen

Als Faustregel gilt: Je größer und schneller Ihr PC ist, desto mehr Freude werden Sie an Div-X Filmen haben. 15 bis 25 Gigabyte Festplattenkapazität sollte vorhanden sein - bei einem Minimum von 64 MB Arbeitsspeicher und einem Prozessor mit 400er Taktfrequenz oder höher. Da beim Download große Datenmengen übertragen werden, wäre es ideal, wenn Ihnen wenigstens ein 56K Modem, besser aber noch eine Flatrate oder sogar eine DSL-Flatrate zur Verfügung ständen. Ein Monitor von mindestens 17" Größe und Standboxen runden das Multimedia-Erlebnis ab.

Diese Software brauchen Sie: Div-X Player aus der Multimedia-Liga

Die verschiedenen Player stehen kostenfrei im Internet zum Download bereit. Sie wählen Ihr Betriebssystem und eventuell noch die gewünschte Sprache aus, machen ein paar Angaben und schon können Sie die Software herunterladen. Der beliebteste Player und Standard ist derzeit der RealPlayer. Hier finden Sie online Programme für den Div-X Genuss:

Mit fünf Klicks zum Wunschfilm

  1. Suchen: Geben Sie den gewünschten Titel in ein Suchportal ein, zum Beispiel auf www.divxcrawler.com oder auf www.divx-digest.com.
  2. Anklicken: Bestätigen Sie per Mausklick Ihre Auswahl aus der Liste der Suchergebnisse.
  3. Laden: Der Download dauert je nach Größe der Datei einige Minuten, Sie können in der Statuszeile den Fortschritt verfolgen.
  4. Encoder:Wählen Sie unter www.projectmayo.com einen Encoder aus, zum Beispiel den Div-X Encore. Downloaden und installieren Sie die Software.
  5. Sehen: Die Film-Datei wurde zwischenzeitlich komplett übertragen und Sie können jetzt den Film genießen, indem Sie auf die Datei doppelklicken: Der Player startet und Sie sitzen in der ersten Reihe.

Das sollten Sie wissen: Dauer-Download kann teuer werden: Wenn Sie zum Minutentarif "drin" sind, vergeht Ihnen schnell der Spaß am Herunterladen längerer Video-Sequenzen. Einwahlhilfen wie Oleco (http://www.oleco.de) helfen bei der Wahl des günstigsten Tarifs. Am preiswertesten surfen Movie-Fans per Flatrate!

Platz auf der Platte muss sein - Div-X komprimiert zwar gigantische Filmdaten um ein Vielfaches, trotzdem verbraucht ein durchschnittlicher Spielfilm 700 bis 750 MB Speicherplatz.

Achtung Urheberrechte: Beachten Sie beim Download von Dateien, dass im Internet auch viele Filme angeboten werden, deren Transfer auf ihren Computer im Zweifelsfall das Urheberrechtsgesetz verletzen kann. Trailer und Videoclips auf Firmenseiten sind meist offiziell als frei herunterladbar gekennzeichnet, bei privaten Clips sollten Sie den Besitzer fragen.

Tipp 1: Archivieren auf CD-ROM

Mit dem Div-X Format lässt sich eine DVD von über 6 Gigabyte mit einem zweistündigen Film auf unter 700 MB reduzieren. Und so geht's: Sie benötigen ein DVD-Laufwerk und einen CD-Brenner. Außerdem brauchen Sie mindestens 10 Gigabyte freien Platz auf Ihrer Festplatte und Software für das "Rippen" der DVD. Im ersten Schritt speichern Sie den Inhalt der DVD auf Ihrem Computer ab, komprimieren dann die Film- und die Sounddaten getrennt voneinander und fügen diese beiden Komprimierungsergebnisse synchron wieder zusammen. Das Ergebnis brennen Sie anschließend auf CD.

FlaskMpeg ist eine empfehlenswerte Komplettsoftware für den Einstieg. Download und Anleitung doom9.org/flask-divx.htm und www.divx.claranet.de Weiterführende Anleitungen mit vielen Problemlösungen und technischen Details: dvdmediaworld.de/tech.htm und www.divx-digest.com/articles/matse

Tipp 2: Videomail verschicken (Download, Anfügen, Senden)

Download: Klicken Sie mit der rechten Maustaste den Link zum gewünschten Div-X Clip an und wählen Sie dann aus dem Kontextmenü "Ziel speichern unter", um die Datei auf Ihrer Festplatte abzulegen. Das Video wird auf Ihren PC übertragen, nach dem Download wird das Statusfenster geschlossen.

Sie können die Div-X Datei anschließend per Mail versenden, indem Sie ein leeres Mailformular öffnen und in Ihrem Mailprogramm die Funktion "Datei anhängen" wählen, den Videoclip anklicken und mit OK bestätigen. Jetzt noch auf "Senden" klicken und die Nachricht samt Anhang wird verschickt. Wir empfehlen Whalemail (http://www.whalemail.com) für den Versand großer Dateianhänge. Dieser kostenfreie Dienst ist auf den Transfer großer Datenmengen spezialisiert.

Selbst ein Video aufnehmen und als Gruß versenden? Hier steht genau, wie es geht: www.divxfilm.de/einfuehrung/videocapture.htm

GLOSSAR


  • Codex: Kurzform von "COder/DECoder". Software, dieKomprimierung und Dekomprimierung von Dateien ermöglicht. VerbreiteteCodecs sind MPEG1, MPEG2, MPEG-4, Indeo
  • DivX: DivX bezeichnet die Technologie, mit der sichVideodaten so stark komprimieren lassen, dass sie bequem im Internetheruntergeladen oder verschickt werden können. Der Name entstand alsAnspielung auf einen "digital video express" Standard, der geplant war,aber nicht eingeführt wurde.
  • DSL: "Digital Subscriber Line-Technologie"ermöglicht die Übertragung von Daten im Internet über Kupferleitungenmit 1,5 Millionen Bits pro Sekunde.
  • Flatrate: Ein pauschales Abrechnungsverfahren fürInternetzugänge. Die Kunden zahlen keinen Minutentakt, sondern einenmeist monatlichen Einheitspreis für ihren Zugang.
  • Limewire: Homepage: www.limewire.com Eine Peer toPeer (P2P) Software für den Austausch von Dateien zwischen Usern, diejeweils Verzeichnisse auf den eigenen Festplatten für andere freigeben.
  • Open Source: Software, deren Quellcodeveröffentlicht wurde und an dem freie Programmierer und auch Studentenarbeiten dürfen. LINUX und IntelliCAD sind typischeOpen-Source-Projekte.
  • P2P: Peer to Peer (Peer, englisch für"Gleichgestellter, Kumpel, Altersgenosse oder Ebenbürtiger) Softwarewie Limewire ermöglicht den Austausch von Daten ohne Zentralserver.
  • Pixel: Bildpunkt: Das kleinste Element eines digitalen Bildes mit definierten Orts- und Farbkoordinaten, ein winziges Viereck.
  • Rippen, Ripping: Umwandeln einer DVD in eineDivX-Datei und / oder Entfernung des Kopierschutzes, indem der Tonseparat als MP3 auf CD gezogen wird und das Video in DivX umgewandeltwird. Rippen geht beispielsweise mit der Software DeCSS
  • Streaming: Übertragungstechnologie für Daten, diees ermöglicht, bereits ein Video zu sehen oder einen Song zu hören,während ein Teil der Datei noch übertragen wird.
  • Trailer: Kurze Video-Sequenz, die oft eine Vorschauoder einen Werbespot mit Ausschnitten aus Filmen enthält. Trailerinformieren und machen Appetit auf das Gesamtwerk.


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